CDU Fraktion Oldenburg

CDU-Fraktion stellt sich neu auf

Niklas Howad neuer Vorsitzender - Kritik an Baak-Aussagen nach Rücktritt

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Oldenburg hat sich am Montagabend für die neue Wahlperiode konstituiert und ihren Fraktionsvorstand gewählt. Zum neuen Vorsitzenden wurde Niklas Howad gewählt. Der 35-Jährige ist seit 2023 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Oldenburg-Stadt und zieht nach der Kommunalwahl erstmals in den Stadtrat ein.

Zu seinen Stellvertretern wählte die Fraktion Barbara Woltmann und Olaf Klaukien. Petra Averbeck übernimmt das Amt der Schatzmeisterin. Der neuen CDU-Fraktion gehören außerdem Christoph Faurie und Stefan Menke an.

Der ebenfalls für die CDU in den Rat gewählte Christoph Baak erklärte wie berichtet einen Tag nach der Sitzung seinen Rücktritt aus Partei und Fraktion. Nach seiner gescheiterten Wiederwahl zum Fraktionsvorsitzenden hatte er die Entscheidung mit einem angeblichen Richtungswechsel der neuen Fraktion hin zu grünen Positionen begründet.

„Das können wir so nicht stehen lassen“, widerspricht Howad: „Zu keinem Zeitpunkt gab es eine derartige Positionierung.“ Auch die neue Fraktion werde für die im Wahlprogramm verankerten Ziele eintreten, wie die Abschaffung der Baumschutzsatzung und der undurchdachten Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen sowie für den Bau der Fliegerhorststraße.

Vorsitzender der künftigen CDU-Fraktion: Niklas Howad. Vorsitzender der künftigen CDU-Fraktion: Niklas Howad.

Bei aller menschlich verständlichen Enttäuschung über das Ergebnis der Vorstandswahl erwartet Howad ein Minimum an Fairness: „Christoph Baak ist als CDU-Kandidat in den Rat gewählt worden. Der Anstand gebietet, das Mandat niederzulegen und damit an die CDU zurückzugeben.“

Darüber hinaus betrachtet der neue Vorsitzende das Wahlergebnis vom 13. September als klaren Auftrag, Dinge zu verändern: „Wir müssen als CDU wieder sichtbarer werden, unsere Positionen klar vertreten und gleichzeitig offen für den Austausch mit anderen sein“, erklärte Howad. „Unser Anspruch ist, die Themen in den Mittelpunkt zu stellen, die für die Menschen in Oldenburg im Alltag wirklich einen Unterschied machen.“

Grundlage der politischen Arbeit ist das zur Kommunalwahl beschlossene Programm. „Wir haben darin ein klares Angebot für Oldenburg formuliert. Daran werden wir unsere Arbeit ausrichten. Gleichzeitig müssen wir selbstkritisch analysieren, wo wir Menschen nicht erreicht haben und was wir besser machen müssen“, sagt Howad.

Die CDU-Fraktion will die kommenden Wochen nutzen, um sich inhaltlich auf die neue Ratsperiode vorzubereiten und die politischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre zu setzen.