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Anträge und Anfragen
06.11.2017
Weißenmoor: Mehr Bauland schaffen
CDU und SPD bringen gemeinsamen Antrag ein - Ausgleich beim Landschaftsschutz
Mehr Bauland schaffen, aber nicht auf Kosten des Landschaftsschutzes: Dies ist der Kern eines gemeinsamen Änderungsantrages von CDU und SPD zur Rahmenplanung Weißenmoor/Südbäke. „Mit den Erweiterungen der Bauflächen kommen wir dem Bedarf an Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern ein wenig stärker nach, damit vor allem Familien nicht immer ins Oldenburger Umland abwandern müssen“, begründet der CDU-Fraktionsvorsitzende Olaf Klaukien den Vorstoß, den er als „tragfähigen Kompromiss“ nach jahrzehntelanger Diskussion bezeichnete.
Pläne für das Weißenmoor: CDU und SPD haben einen gemeinsamen Antrag eingebracht. Bild: Oliver Bloch

Gegenüber dem Verwaltungsentwurf sollen in dem Gebiet deutlich mehr Baugrundstücke als die geplanten 145 ausgewiesen werden. Die für den Landschaftsschutz vorgesehenen Grundstücke sollen den Eigentümern von der Stadt abgekauft werden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass die als Bauland ausgewiesenen Flächen im Wert deutlich steigen, während die anderen Grundstücke im Wert sinken. 

Trotz der leichten Einschränkungen des geplanten Landschaftsschutzgebietes werde die Vernetzung des Landschaftsraumes Weißenmoor mit dem Bereich Südbäke erhalten. Der gemeinsame Antrag wird nun in den Ratsgremien diskutiert. Zunächst in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauen am 16. November.

Lesen Sie hier den gemeinsamen Antrag von CDU und SPD im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Nießen,

die Fraktionen der SPD und der CDU stellen folgenden Änderungsantrag zu der o.g. Rahmen-planung gemäß Entwurf aus 2017:

1. Die Flächen im Weißenmoor am Wischweg bis zum abknickenden Wischweg werden von der Stadt angekauft, um sie für Landschaft und Natur zu entwickeln und sie als Ausgleich für zu-künftige Bebauung zur Verfügung zu stellen.

2. Die im Entwurf 2017 ausgewiesenen Bauflächen werden wie folgt erweitert:
2.1 Ausgehend von der Bebauung am Wischweg, wird am Reekenweg, gegenüber der vorhan-denen Wohnbebauung, eine Baufläche für eine einreihige Bebauung bis zu den vorhande-nen Reihenhäusern ausgewiesen.
2.2 Im Bereich Weißenmoorstr./Scheideweg wird die Baufläche östlich der Planstraße um eine weitere Baureihe erweitert.
2.3 Im Bereich Sackhofsweg wird die Baufläche bis einschl. der vorhandenen landwirtschaftli-chen Gebäude an die eingezeichnete T-Linie herangeführt. Der mögliche Rad- und Fußweg wird dann gerade hinter den jetzigen landwirtschaftlichen Gebäuden entlanggeführt.
Fraktionen im Rat der Stadt Oldenburg
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2.4 Im Bereich Esskamp wird eine weitere Baufläche bis an die eingetragene T-Linie ausgewie-sen. Sollte tatsächlich nach mehr als 40 Jahren hier ein Sportplatz notwendig und durch-setzbar sein, wird er im rückwärtigen Bereich innerhalb der T-Linie entstehen.

3. Das im Entwurf 2017 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet wird wie folgt verändert:
3.1 Die Flächen nordöstlich des Reekenweges werden nicht in das Landschaftsschutz-
gebiet einbezogen.
3.2 Im Bereich des Beginns des Wischweges wird das LSG entlang der grün gewellten Linie (Ergänzung Abpflanzungen) geführt und trifft dann auf die T-Linie.
3.3 Im Bereich südwestlich der Weißenmoorstr. wird das LSG angrenzend an dem Bereich der Altablagerungen entlang der T-Linie geführt und trifft dann im nordöstlichen Bereich auf den Sackhofsweg.
3.4 Im Bereich der Südbäke - also südöstlich des Sackhofsweges - wird das LSG entlang der T-Linie geführt, bis die T-Linie in der Ecke der Reihenhausbebauung am Milanweg Richtung ehemalige Hofstelle geführt wird. Hier wird das LSG geradeaus Richtung Käthe-Kollwitz-Str. geführt und trifft hier im rechten Winkel auf die in dem Entwurf geplante grüne Linie des LSG.

Die hier aufgezeigten Veränderungen entnehmen Sie bitte auch den farblichen Markierungen auf der Entwurfsplanung 2017. Mit diesen Erweiterungen der Bauflächen kommen wir dem Bedarf an Einfamilienhäusern ggf. Doppelhäusern und auch evtl. Reihenhäusern ein wenig stärker nach und sorgen so dafür, dass gerade Familien nicht immer ins Umland abwandern müssen.

Trotz der leichten Einschränkung des geplanten LSG´s erhalten wir die Vernetzung des Landschaftsraumes des Weißenmoores mit dem Bereich der Südbäke, und durch die zukünftigen Wegebeziehungen wird die Landschaft erfahrbar und erlebbar.

Mit diesen gesamten Veränderungen (Erweiterung der Bauflächen und auch geplante Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes, einschl. der geplanten Regenrückhaltung) erreichen wir den Abschluss jahrelanger durchaus kontroversen Vorstellungen von verschiedenen Gruppierungen. Wir werden hiermit sicher nicht allen Interessensgruppen gerecht, sind aber überzeugt, dass wir mit diesen Veränderungen einen tragfähigen Kompromiss für alle erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Margrit Conty (stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion)
Olaf Klaukien (Vorsitzender der CDU-Fraktion)