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09.09.2020
Geschäfte in den Stadtteilen stärken
Verkaufsoffene Sonntage: CDU-Fraktion widerspricht Argumentation von Verdi
Die Argumentation der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zur Klage gegen die verkaufsoffenen Sonntage in Oldenburg stößt bei der CDU-Ratsfraktion weiterhin auf Unverständnis. Wie die Nordwest-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (9. September 2020) berichtet, hat Verdi den Sonntagsverkauf zum Beispiel in Cloppenburg oder Aurich - anders als in Oldenburg - nicht beklagt.
Begründet wurde dies hauptsächlich damit, dass dort lediglich die Innenstadt-Geschäfte öffnen sollten. „Nach dieser Logik hätte Verdi ja auch in Oldenburg nur die Ladenöffnung in den Stadtteilen juristisch angreifen können“, kritisierte Fraktionschef Olaf Klaukien: „Damit widerspricht sich Verdi selbst.“
Davon abgesehen, hält die CDU-Fraktion in diesen Zeiten gerade die Unterstützung der Stadtteile für erforderlich. „Wegen der Einschränkungen durch Corona haben die Geschäfte außerhalb des Zentrums besonders unter hohen finanziellen Einbußen gelitten“, begründete Klaukien. Gerade sie könnten somit von einem verkaufsoffenen Sonntag profitieren, ergänzte die Fraktionsvorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann:  „Die Stadtteil-Geschäfte haben unsere besondere Unterstützung verdient. Denn sie sind fast durchweg inhabergeführt und nicht konzerngebunden.“

Nach der erfolgreichen Verdi-Klage vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg gegen die Öffnungen am 13. September, 4. und 11. Oktober hofft die CDU-Fraktion nun darauf, dass die Stadt mit ihrer Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg kurzfristig doch noch Recht bekommt, betonen Niewerth-Baumann und Klaukien: „Das wäre ein wichtiges Signal für die Oldenburger Kaufleute und ihre Belegschaften.“


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