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25.08.2020
Gegen Maskenpflicht im Unterricht
Doppelspitze lehnt NRW-Modell für Niedersachsen ab
Gegen eine Maskenpflicht im Unterricht sprechen sich die beiden Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Oldenburg aus. „Wir sind der Auffassung, dass das Tragen einer Maske während der Schulstunden die Konzentrationsfähigkeit der Kinder enorm beeinträchtigen würde“, sagt Fraktionschef Olaf Klaukien vor dem Schulstart in Niedersachsen an diesem Donnerstag.
Auch zahlreiche Kinderärzte stuften das stundenlange Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus gesundheitlichen Gründen mindestens als fragwürdig ein, gibt Klaukien zu bedenken: „Wir sollten den Kindern das nicht zumuten, sondern stattdessen auf die bewährten Hygienekonzepte setzen.“

Zur Eindämmung des Corona-Virus hatte das Land Nordrhein-Westfalen mit Beginn des neuen Schuljahres im Regelbetrieb mit voller Klassenstärke die Maskenpflicht im Unterricht eingeführt. Auch in Niedersachsen wurden nun entsprechend Forderungen laut. Das stößt bei der Oldenburger CDU-Fraktion jedoch auf Unverständnis.

„Die Schülerinnen und Schüler dürfen trotz steigender Infektionszahlen nicht wie schon im Frühjahr erneut die Leidtragenden der Corona-Krise sein“, plädiert auch die Fraktionsvorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann für einen Verzicht auf eine derartige Lösung, da sich die Schulen bisher nicht als „Hotspots“ erwiesen hätten: „Wir vertrauen den bislang wirksamen Hygienekonzepten auch im Normalbetrieb. Es gibt keine Belege dafür, dass Maskenpflicht im Unterricht bei der Pandemie-Bekämpfung mehr nützt als es den Kindern schadet.“

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