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19.11.2018
Fraktion fordert großen Wurf am Flötenteich
CDU Hallenbad mit getrenntem Freibadbereich – Erhalt der Stadtteilbäder Teil des Bäder-Gesamtkonzepts
Für eine große Bäderlösung am Flötenteich spricht sich die CDU-Fraktion Oldenburg aus. Auf ihrer Klausurtagung am vergangenen Wochenende hat sie den Beschluss gefasst, den Bau eines neuen Hallenbades in Kombination mit einem separaten Freibadbereich zu unterstützen. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Neubau die Interessen von Schulen, Vereinen und Bürgern gleichermaßen berücksichtigen muss“, begründete die Fraktionsvorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann MdL den großen Wurf.
Mehr Platz für Schulen und Vereine: Die CDU befürwortet am Flötenteich ein Hallen- und ein separates Freibad. Bild: Klaus Steves/Pixelio.de
Dazu zählt ein wettkampftaugliches Hallenbad mit acht 25-Meter-Bahnen, einem beweglichen Steg und einem höhenverstellbaren Boden. Zudem wird durch einen breiteren Randbereich um das Becken den höheren Personenzahlen bei Veranstaltungen und im laufenden Betrieb Rechnung getragen. „Diese Kombination bietet Sportvereinen und Schulen beste Bedingungen für Wettkämpfe bzw. die Gestaltung des Schwimmunterrichtes“, erläuterte Ratsfrau Petra Averbeck, Vorsitzende des Sportausschusses.

Enthalten sind zudem ein Lehrschwimm- und ein Kursbecken, welche die große Nachfrage nach Schwimmkursen abdecken sollen. „Die Fraktion setzt sich seit Langem für eine Ausweitung der Seepferdchenkurse in Oldenburg ein und sieht hiermit eine wichtige Forderung erfüllt“, sagte der Fraktionsvorsitzende Olaf Klaukien.

Freibad statt angegliederter Außenbereich lautet derweil die CDU-Position für das Schwimmen unter freiem Himmel. Denn das bisherige Freibad Flötenteich ist seit Jahrzehnten eine Institution im Stadtnorden und eine beliebte Anlaufstelle für Familien sowie Urlauber des benachbarten Campingplatzes. „Dieses Angebot darf auf gar keinen Fall gestrichen werden“, forderte Esther Niewerth-Baumann. Die Investitionskosten für ein Freibad mit sechs Bahnen belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Im Vergleich hierzu kostet ein an das Hallenbad angegliederter Außenbereich etwa 1 Million Euro. „Diese kleine Lösung wäre aber gerade an heißen Sommertagen deutlich unattraktiver für die Besucher“, sagte die Fraktionsvorsitzende.

Insgesamt liegen die Investitionskosten für Hallen- und Freibad nach Berechnungen der Stadtverwaltung dann bei gut elf Millionen Euro.
Noch nicht festgelegt hat sich die Fraktion indes auf das Angebot im Gesundheitsbereich. Diesen betrachtet die CDU als Markenkern des neuen Bades zwar durchaus wohlwollend, vor einer konkreten Festlegung auf einzelne Bereiche bestehe aber noch Beratungsbedarf.

Nach intensiven Diskussionen in Gremien und Fraktion – unter anderem mit einer Expertenanhörung zum Bäderstrategiekonzept – hält die CDU ihren Vorschlag für eine tragfähige Lösung. Dazu zählt auch der erfolgreiche Einsatz für die geplante Modernisierung der beiden maroden Stadtteilbäder Eversten und Kreyenbrück. Der CDU-Forderung „Kein Sportbad ohne Stadtteilbäder“ hat sich mittlerweile eine große Mehrheit angeschlossen. Fraktionschef Klaukien weist auf den gestiegenen Bedarf in Oldenburg hin: „In einer wachsenden Stadt muss man in die Schwimmbäder investieren und das Angebot erweitern. Das ist gut angelegtes Geld.“
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