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05.06.2018
Kein Vitalbad auf Kosten der Stadtteile
CDU-Fraktion fordert Gesamtkonzept für Oldenburger Bäder
Der geplante Neubau eines Sport- und Gesundheitsbades darf nicht auf Kosten der Oldenburger Stadtteilbäder gehen. Aus diesem Grund fordert die CDU-Ratsfraktion von der Verwaltung ein Gesamtkonzept für die Zukunft der Oldenburger Schwimmbäder. „Ein Vitalbad am Flötenteich wäre die Kür. Priorität hat für uns aber auf jeden Fall der Erhalt der Stadtteilbäder in Eversten und Kreyenbrück“, begründen die beiden Fraktionsvorsitzenden Dr. Esther Niewerth-Baumann MdL und Olaf Klaukien einen Änderungsantrag (siehe Anhang) der CDU für die gemeinsame Sitzung des Finanz- und Schulausschusses an diesem Mittwoch (6. Juni, 17 Uhr, Weser-Ems-Halle, Kleiner Festsaal).
Ihre Bahnen ziehen sollen die Schwimmer auch künftig in den Oldenburger Stadtteilbädern. Bild: Klaus Steves/Pixelio.de
Darin fordert die CDU, zunächst Haushaltsmittel für den Erhalt der sanierungsbedürftigen Stadtteilbäder einzuplanen. Dies sei Bedingung, um im zweiten Schritt dem Neubau am Flötenteich zuzustimmen.

Im Gegensatz dazu favorisiert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eine Einzellösung mit dem Bau eines Gesundheitsbades für rund 14 Millionen Euro ohne Einbeziehung der Stadtteilbäder. „Es ist nicht schlüssig, zunächst ein Gutachten mit einem Bäderstrategiekonzept zu präsentieren, um im Anschluss ein Prestigeprojekt isoliert umzusetzen“, kritisiert Klaukien das Vorgehen des Oberbürgermeisters. 

Auf die Bedeutung der beiden Stadtteilbäder weist auch die Sportausschussvorsitzende Petra Averbeck hin: „Beide Hallenbäder werden nicht nur von Freizeitschwimmern, sondern auch von den Vereinen und Schulen regelmäßig genutzt und dadurch stark frequentiert. Sie sind seit Jahrzehnten wichtige Freizeiteinrichtungen in unseren Stadtteilen, die zwingend erhalten werden müssen.“

Unbestritten ist jedoch der Modernisierungs- und Sanierungsbedarf beider Häuser. Dieser müsse in dem von der CDU beantragten Gesamtkonzept aufgegriffen werden, um die Bäder für die Zukunft attraktiv aufzustellen, wie Klaukien betont: „Ohne Sanierung kein Neubau oder erst die Pflicht, dann die Kür.“ 
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