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05.03.2018
Verwunderung über „Wunderlinie“
CDU-Fraktion kritisiert Kommunikation – Klaukien: „Stadt nicht eingeweiht“
Die Kommunikation über den Trassenverlauf der sogenannten „Wunderlinie“ von Groningen über Oldenburg nach Bremen stößt auf deutliche Kritik der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Oldenburg. „Es kann nicht sein, dass ein Lenkungsausschuss eine Strecke festlegt, die über Oldenburger Gebiet führt, ohne dass mit der Stadt darüber gesprochen wird“, monierte Fraktionschef Olaf Klaukien: „Dies ist im wahrsten Sinne des Wortes kein schöner Zug und etwas taktlos.“
Schnelle Bahnverbindung durch den Nordwesten: Die CDU-Fraktion kritisiert die Kommunikation über die sogenannte Wunderlinie. Bild: Rudis-Fotoseite.de/Pixelio.de

Einem Bericht der Nordwest-Zeitung (Samstagsausgabe) zufolge hat sich das Gremium – unter anderem bestehend aus Vertretern des Landes Niedersachsen, der Stadt Bremen, der niederländischen Provinz Groningen sowie der DB Netz – für eine Vorzugsvariante einer Bahnstrecke über Oldenburger Gebiet entschieden. In der vergangenen Sitzung des Bahnausschusses am 28. Februar war dies jedoch kein Thema.

„Das lässt darauf schließen, dass die Stadtverwaltung nicht eingeweiht wurde“, rügte Klaukien: „Eine transparente Kommunikation sieht anders aus. Aber das kennen wir von Bahn, Bund und Land ja bereits vom geplanten Ausbau der Stadtstrecke.“ So liege bis heute der von Staatssekretär Enak Ferlemann zugesagte Kostenvergleich von Bestandstrecke und Umgehungstrasse nicht vor.

 

Zudem wies Klaukien darauf hin, dass ein Verlauf der „Wunderlinie“ durch Oldenburg erhebliche Einschnitte bedeuten würde. Da die Strecke vom Hauptbahnhof Richtung Westen einspurig verläuft, wären aufwendige Ausbauarbeiten nötig, welche die Anlieger und den Verkehr in den betroffenen Stadtteilen stark belasten würden. Klaukien: „So etwas darf nicht von einem fernen Lenkungsausschuss über die Köpfe der Oldenburger hinweg entschieden werden.“