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21.04.2016
Schulsozialarbeit: CDU und Freie Wähler legen Resolution vor
Die Gruppe CDU/ FW-BFO hat für die kommende Ratssitzung eine Resolution zur Sicherung der Sozialarbeit an Schulen vorgelegt. Darin soll die Landesregierung aufgefordert werden, die Sozialarbeit an Schulen dauerhaft zu sichern und bewährte Strukturen beizubehalten.

„Wir reagieren damit auf die aktuelle Situation in der Grundschule Kreyenbrück und fordern von den Ratsmitgliedern ein klares Bekenntnis zur Schulsozialarbeit“, sagte die stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Dr. Esther Niewerth-Baumann am Donnerstag. Die in Kreyenbrück eingesetzte Sozialarbeiterin kann sich, aufgrund ihrer Qualifikation, nicht auf die zum kommenden Schuljahr neuausgeschriebene Stelle in der Schulsozialarbeit bewerben. „Dies ist für uns völlig unverständlich, da sie ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften vorweisen kann“, so Dr. Niewerth-Baumann weiter.

Das die niedersächsische Kultusministerin Heiligenstadt die Anforderungen an die Schulsozialarbeiter/ innen verschärft hat, indem  künftig ein Fachhochschulabschluss mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik und ein Anerkennungsjahr nachgewiesen werden müssen, gehe zu Lasten der betroffenen Schülerinnen und Schüler. „Durch diese Verschärfung stehen weniger potenzielle Schulsozialarbeiter zur Verfügung“, ergänzt Gruppensprecher Olaf Klaukien. Kreyenbrück sei niedersachsenweit kein Einzelfall.

Nach Auffassung der Gruppe CDU/ FW-BFO stünden mit Blick auf die Inklusion und die Integration, insbesondere die Grundschulen, vor großen Herausforderungen. Diese könnten von den Schulleiterinnen und Schulleitern beziehungsweise den Lehrerinnen und Lehrern nicht alleine bewältigt werden. Auch im Rahmen einer, von der CDU-Ratsfraktion, organsierten schulpolitischen Veranstaltung hätten sich Eltern positiv zur Schulsozialarbeit geäußert und die Bedeutung dieser Arbeit hervorgehoben. Die Schulen benötigten die Unterstützung von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern. „Die Politik muss Hilfestellungen geben und darf keine Hürden aufbauen“, meint Klaukien abschließend.