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20.06.2017
Kein Tempo 30 auf Hundsmühler Straße
Modellversuch ohne Mehrheit – CDU-Fraktion begrüßt Mautlösung
Die Pläne für „Tempo 30“ auf der Hundsmühler Straße sind gescheitert. In der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Montagabend fand sich keine Mehrheit für die von den Grünen beantragte Teilnahme an einem Modellversuch des Landes Niedersachsen. „Wir begrüßen das Votum sehr“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Olaf Klaukien.
Maut statt Tempo 30: Für den Modellversuch auf der Hundsmühler Straße gab es keine Mehrheit. Bild: Tim Reckmann/Pixelio.de

Bereits in der Vergangenheit hatte sich die CDU eindeutig gegen Tempo 30 auf Oldenburger Hauptverkehrsstraßen positioniert. „Wir brauchen leistungsfähige Hauptstraßen für den Berufsverkehr und für eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt“, begründete Klaukien. Gegen Ausnahmen aus Sicherheitsgründen mit begrenzten 30er-Zonen vor Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern sei selbstverständlich nichts einzuwenden.

Eine deutlich größere Entlastung als durch Tempo 30 verspricht sich die CDU hingegen von der Einführung der Lkw-Maut auf der B 401 ab Juli 2018. Die derzeit noch gebührenfreie Bundesstraße dient dem Lastwagenverkehr bislang als kostenlose Ausweichstrecke und sorgt für eine hohe Schadstoffbelastung bei der Einmündung in den Oldenburger Stadtverkehr an der Hundsmühler Straße.

Manfred Drieling, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, begrüßte daher die Entscheidung: „Dank der Maut werden ab nächstem Jahr mit Sicherheit weniger Lastwagen durch Eversten rollen, da sie dann auch wieder die Autobahn 28 benutzen werden.“ Das verbessere die Lebensqualität der Anwohner deutlich mehr als eine 30er-Zone, meinte Drieling: „Ein solches Tempolimit hält doch keinen Lkw davon ab, dort lang zu fahren. Schneller als 30 geht es in der Hundsmühler Straße ja ohnehin nicht voran.“

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